Hamburger Staffelrudern 2017

Diesmal war es keine Mogelpackung, es fand tatsächlich in Hamburg statt – wie es auch der Name verspricht. So galt es, nach 3 Jahren Teilnahme in Berlin, die nun längere Anfahrt in Kauf zu nehmen und dafür eine sächsische Mannschaft zu sammeln. Wie erwartet, gestaltete sich das etwas schwieriger, da neben der nun notwendigen Übernachtung auch noch diverse Parallelveranstaltungen "störten". So nahm uns das DRV Masters-Championat in Werder und die Regatta Lobenstein einen erheblichen Teil unserer Meißener und Pirnaer Ruderfreunde aus dem Programm, so dass wir nur in reduzierter Mannschaftsstärke von 27 Ruderern aus DHfK, WRW, PRV und MRC antreten konnten. Noch dazu schrammten wir alters- und „geschlechts“-bereinigt mit rechnerisch 18,5 Ruderern (über 50 und als Frau zählt man ja nur als halbe Portion) nur sehr knapp an der Kategorie 1 (bis 18 Ruderer) vorbei. Wenn allerdings Frauen über 50, mal weitergedacht, mannschaftsbildend als "Null"nummer durchgehen würden, dann ...

Aber der Name riss es raus, denn wir wollten dem Hamburger Regattasprecher auch eine anspruchsvolle Aufgabe stellen. Somit standen wir als
„DIE LAXEN STAFFELSACHSEN“ im Programm (am Ende ging es ihm schon fast flüssig von den Lippen). Unsere Startnummer 7 versprach Glück.

  

 Nach individueller Anreise und zünftigem Einstand im Braukeller holten am Regattatag unsere Leipziger und Pirnaer Vortruppen die Leihboote beim RV Dresdenia ab und ruderten sich somit schon mal ein. Der Regatta- Kurs ging über Innen- und Außenalster und sorgte am Anfang für etwas Verwirrung, da nicht alle Steuerleute davon ausgingen, um die Bojen herumfahren zu müssen, sondern eigene Wege suchten, aber das war dann schnell geklärt und so nahm das Rennen seinen Lauf über 8 Stunden, immer mit schönem Blick auf Hamburg und das Treiben auf der Alster. Der Wettergott war uns sehr gnädig, es gab keinen Regen und keinen Sturm. Die Runde war mit 3km deutlich kürzer als in Berlin, so dass wir mit der Planung der Mannschaften (mehr Runden + weniger Zeit pro Runde) ganz schön auf Trapp gehalten wurden und diesmal wirklich jeder oft genug dran kam (6 bis 7x).

Am Ende gelang es uns wieder, mit alten und „halben“ Hasen, Neu- und Quereinsteigern sowie viel Spaß unsere Mannschaft im Mittelfeld zu platzieren. 36 Runden haben wir in den 8 Stunden geschafft und unsere letzte Mannschaft lieferte sich noch einen spannenden Kampf auf den letzten Metern mit dem Konkurrenten. Unsere Bilanz wurde noch mit einer Flasche Sekt gekrönt, die wir, natürlich nur dank "grandioser und akribischer (Vor)Planung", als 300. Runde erruderten.

Unsere Vortruppe machte sich auch als Nachhut auf den Weg, brachte die Boote zurück und sammelte damit noch einige km auf dem Ruderkonto. Und es gilt natürlich: Kein Wettkampf ohne Abschlußfeier! Die fand dann bewährter Weise wieder in der Brauerei statt – mit Fass am Tisch und leckeren Schmankerln, das hatten wir uns alle verdient.

So ging ein schönes Wochenende zu Ende. Wir danken dem Hamburger und Germania Ruderclub für diese schöne Veranstaltung und sagen:
WIR KOMMEN WIEDER!

 

Kathrin